Donnerstag, 18. Mai 2017

#Autorinnenzeit - Sabine Weigand: Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche

www.svenhensel.de #Autorinnenzeit

Der Autor Sven Hensel hat den Monat Mai dazu ausgerufen Autorinnen zu unterstützen. Jeder, der mag, kann sich hieran beteiligen. Nähere Infos zu der Aktion findet ihr auf der Webseite von Sven Hensel.

Ich möchte euch diesen Monat historische Romane von tollen Autorinnen vorstellen. Heute habe ich für euch den folgenden Roman im Gepäck:

"Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche" von Sabine Weigand


Sabine Weigand - Ich, Eleonore, Königin zweier Reiche
Quelle: Fischer Krüger
In diesem historischen Roman erzählt Eleonore von Aquitanien ihrer Enkelin Blanche, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit mit dem französischen Thronfolger ist, ihre Lebensgeschichte. Eleonore von Aquitanien hatte ein sehr bewegtes Leben. Sie war mit zwei Königen verheiratet. Zuerst mit Ludwig, dem König von Frankreich, von dem sie sich scheiden lies und danach mit Henry Plantagenet, der sich seinen englischen Thron erkämpft hat. Eine Scheidung im 12. Jahrhundert seitens der Frau war ein Skandal. Sie ist die bekannteste europäische Königin des Mittelalters und so ranken sich viele Mythen und Legenden um ihr Leben.
Mit der Ich-Erzählung und dem Präsens hat die Autorin Sabine Weigand eine für mich eher ungewöhnliche Perspektive gewählt, die aber dafür sorgte, dass man ganz nah an der Person Eleonore von Aquitanien dran war. Teilweise kam durch diese Perspektive aber auch ein bisschen Langeweile auf, da sie als Frau bei bestimmten wichtigen Ereignissen eben nicht dabei war.
Wir springen immer wieder zwischen zwei Zeitebenen hin und her, in denen wir die junge sowie die alte Eleonore kennenlernen. Gerade dieser Kontrast zwischen der jungen und alten Eleonore wurde gut hervorgehoben und hat mir sehr gut gefallen. Als alte Frau merkt man ihr ihre Erfahrung und Weisheit deutlich an, die sie im Laufe ihres Lebens gesammelt hat. Auf der anderen Seite wird aber auch die Unerfahrenheit und Naivität der jungen Eleonore wunderbar festgehalten. Man spürt die Liebe zu ihrer Heimat, ihre Sturheit, ihre Durchsetzungskraft, ihren Machthunger, die Liebe zu ihren Kindern und vieles mehr.
Darüber hinaus wurde dieser Roman hervorragend rechechiert. Immer wieder werden echte historische Dokumente in Form von Briefen oder Auszügen aus Chroniken in den Text eingestreut, die dem Roman zusätzliche Authentizität verleihen.
Abgerundet durch ein Personenverzeichnis, einem Glossar und einem ausführlichen Nachwort, das Fiktion von Wahrheit trennt und nochmals aufzeigt wie genau die Autorin sich an die historisch überlieferten Fakten hält, ist dies ein empfehlenswerter Roman für geschichtlich interessierte Leser.

Weitere Infos über die Autorin und ihre sozialen Kanäle findet ihr unter den folgenden Links:

1 Kommentar:

  1. Hallo Moni
    ich habe schon andere Bücher über Eleonore gelesen, dieses subt noch. Bisher habe ich nur Gutes gehört, daher bin ich noch mehr gespannt darauf.

    Liebe Grüsse
    Anya

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